Im Erdgeschoss, Teilen des Kellers und im Außengelände des Kompetenzzentrums
soll ein attraktiver Demonstrations- und Informationsbereich entstehen, in dem sich
die interessierte Öffentlichkeit, konkret Bau- und Sanierungsinteressierte und Fachpublikum an anschaulichen Ausstellungsobjekten, Modellen und Displays über Fragen nachhaltigen Bauens informieren können.
Der Demonstrations- und Informationsbereich ist eine Infrastruktur, die Handwerksbetrieben, Energieberatern und Planern die Möglichkeit geben soll, potentiellen Kunden für ihre Fragestellungen anschauliche Lösungen zu zeigen. Der Ausstellungsbereich beinhaltet Beratungsräume, die von den Nutzern für Beratungsgespräche genutzt werden können.
Eine weitere wichtige Funktion besteht darin, für Handwerkerschulungen im Norddeutschen Zentrum als Anschauungsobjekt und als „Lernmodul“ zur Verfügung zu
stehen.
Das Demonstrations- und Informationszentrum trifft mehrere zentrale Bedarfe:
- Auf Seiten von Fachbetrieben fehlt es meist an repräsentativen Ausstellungsräumen, zumal die meisten Handwerksbetriebe in Gewerbegebieten oder sogar im ländlichen Raum angesiedelt sind.
- Minimierung von Beratungsaufwand
- Vermeidung von Reklamationen
- durch Schulung / Beratung eigener Mitarbeiter am konkreten Objekt
- durch verbesserte Kundenberatung
- verbesserte Markterschließung
Auf Kundenseite gibt es einen großen Bedarf nach produkt- und herstellerneutraler
Infomation und Beratung. Kunden wollen zudem – wie im Baumarkt – mögliche Lösungen
sehen, anfassen und vergleichen.
Im Schulungsbereich ist es insbesondere bei Handwerkerschulungen hilfreich, nicht
nur Bilder im Vortrag von dem behandelten Bereich zu sehen, sondern konkrete mit
Augen, Händen und Ohren wahrnehmbare Modelle, Wandaufbauten, Einbausituationen,…
Ausstellungskonzept
Das Ausstellungskonzept wird von der Ausstellungsagentur Kon-Tiki erstellt.
Zielgruppen
Zielgruppen sind ökologisch Bauinteressierte und allgemein (1A)-Bauinteressierte,
sowie Fachpublikum aus Handwerk, Planung, Universitäten und Berufsschulen.
Die Ausstellung soll transparente, lebensnahe Informationen zu ökologischen Produkt-
und Verfahrensalternativen im Baubereich darstellen und zielgruppenspezifisch
unterschiedliche Vermittlungstiefen ermöglichen. Vom Image her soll die Ausstellung
professionell, informativ, wohnlich/einladend und spannend sein.
Flächenmäßig soll die Ausstellung 300-400qm im Erdgeschoss und teilweise Keller
des Kompetenzzentrums, zuzüglich Außenbereich, umfassen und barrierefrei sein.
Die Ausstellung soll bei Besuchern Vorurteile abbauen, den Horizont erweitern, Firmen
die Möglichkeit bieten, Produkte und Verfahren „live“ kennen zu lernen und zum
Handeln (d.h. Investitionsentscheidungen) anregen; für Betriebe soll die Ausstellung
die Möglichkeit bieten, (Beratungs-)gespräche mit Neukunden, Kunden oder auch
anderen Betrieben zu führen und Aufträge zu generieren; ferner bietet die Ausstellung
den Rahmen für Kundenbefragungen, Gespräche mit Händlern, Herstellern, Lieferanten
und Schulungen und Events für Fachpublikum, aber auch interessierte Endverbraucher.
Die Ausstellung soll verschiedene Module umfassen:
- eine „Pre-Show“, die vor allem Besucher, die mit ökologischem Bauen noch nicht so viel zu tun hatten oder ggf. auch mit Vorurteilen belastet sind, unterhaltsam und informativ für den weiteren Ausstellungsbesuch „öffnen“
- eine „Dauerausstellung“ mit Beispielen nachhaltiger Wohnkultur und Wohnrealitäten (Betonklotz, 50er Jahre 1-Familienhaus, norddt. Fachwerkhaus, Backsteinhaus, Holzhaus, etc.)
- eine „Musterfachmesse“ mit messeartiger Exponatpräsentation. Dies wird der größte Ausstellungsbereich. Die Besucher sollen hierfür Zugangs-Codes für die Bedienung interaktiver touch-screens erhalten und so individuell Informationen zu ihren individuellen Fragen zusammentragen
- auf der Außenfläche sollen Freiraumexponate gezeigt werden und z.B. ein thematisierter Kinderspielplatz realisiert werden.
Betreiber
Die Ausstellung wird einmalig vom Träger bereit gestellt und von Betrieben und Bildungsträgern im Bereich Nachhaltiges Bauen genutzt. Die Nutzung, der Betrieb und
die Instandhaltung soll über das Netzwerk nachhaltiges Bauen in Kooperation mit
Herstellern und den Bildungsträgern, die das Zentrum und die Ausstellung für ihre
Schulungen nutzten, organisiert werden, wobei die Ausstellung ihren neutralen Charakter
behalten soll.