Auf dem Gelände der ehemaligen Linndhooper Kaserne an der Artilleriestraße in Verden entsteht derzeit das Norddeutsche Zentrum für Nachhaltiges Bauen.
Ziele
Der Standort Verden / Aller soll zum Knotenpunkt für Nachhaltiges Bauen im Norddeutschen Raum werden – mit Ausstrahlung und Kooperationsbeziehungen auf die gesamte Bundesebene und auf die europäische Ebene.
Regionalwirtschaftliches Ziel ist es, vorrangig Betriebe und Arbeitsplätze in der ökologischen Baubranche zu sichern und auszubauen.
Durch das Projekt sollen ermöglicht werden:
- die Ansiedlung von Betrieben, Fachverbänden und anderen Akteuren im Bereich Nachhaltiges Bauen
- die Durchführung von Qualifizierungen und Weiterbildungen für Handwerker, Planer und anderes interessiertes Fachpublikum
- die Ansiedlung und Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten zu Aspekten Nachhaltigen Bauens
- die Demonstration, Informationsbereitstellung und Beratung von interessierter Öffentlichkeit, konkret Bau- und Sanierungsinteressierten und Fachpublikum zu verschiedenen Aspekten nachhaltigen Bauens – mit überregionaler Ausstrahlung
Projekt
Im Rahmen des Projektes wird die Infrastruktur zur Realisierung der oben genannten Ziele geschaffen. Dazu werden zwei Baukörper neu errichtet und ein bestehender Baukörper saniert.
Die Kernelemente sind:
- Kompetenzzentrum Nachhaltiges Bauenmit
- Büroflächen für die Ansiedlung von Betrieben, Fachverbänden und anderen Akteuren, ca. 840 qm
- Besprechungs- und Tagungsräume
- Demonstrations- und Informationszentrum (Ausstellungsbereich), ca. 400 qm
- Seminar- und Tagungszentrum
- Halle 57 für Praxisschulungen und Forschungs- und Entwicklungsprojekte
Die neu zu errichtenden Gebäude für das „Kompetenzzentrum“ und das „Seminar- und Tagungszentrum“ werden in strohballengedämmter mehrgeschossigem Holzrahmenbau errichtet und schaffen damit ein europaweit einmaliges Referenzgebäude in dieser Bauweise. Durch die Ausstattung der Gebäude mit innovativer Gebäudetechnik wird Plus-Energiestandard erreicht – die Gebäude produzieren also mehr Energie als sie verbrauchen. Ausführlichere Ausführungen zu diesem Aspekt [hier als pdf]
Hintergrund
Hinsichtlich der Marktstellung ist das Branchensegment “Nachhaltiges Bauen” relativ zur gesamten Baubranche ein strategischer Wachstumsbereich mit bisher noch nicht ausgeschöpften Innovations- und Marktpotentialen. Angesichts von Klimawandel und dem Gebot von Ressourcen- und Energieeffizienz kommt dem Leitbild einer energieeffizienten und CO2 -neutralen Bauweise mit möglichst regionalen Stoffstrom-Ketten eine Schlüsselrolle zu. Der Bereich Passivhausbau, die großen Potentiale im Bereich energetische Altbausanierung, die Verbreitung und Weiterentwicklung des Strohballenbaus und der Einsatz innovativer Haustechnik sind hier die strategischen Schlüsselsektoren. Angesichts rückläufiger Nachfrage vor allem im Neubaubereich bietet die ökologische Baubranche auch im Hinblick auf Wertschöpfung und Arbeitsplatzentwicklung relativ zur gesamten Baubranche gute Zukunftspotentiale.
Betriebe aus dem Landkreis Verden – mit dem Ökologischen Zentrum Verden als zentralem Wachstumskern – haben in den vergangenen Jahren eine weit über die Region hinaus gehende Marktstellung entwickelt und wirken auch in überregionalen Netzwerken als treibende Kräfte. Das Ökologische Zentrum Verden bildet bereits jetzt mit 2000 qm das größte Anschauungsobjekt für ökologische Altbausanierung im nordwestdeutschen Raum.
Die Aktivitäten des „Netzwerk Nachhaltiges Bauen“ haben in den vergangenen 1 ½ Jahren zur Initiierung einer Vielzahl von Projekten und dem Knüpfen intensiver Kooperationsbeziehungen in den Bereichen Forschung & Entwicklung, Qualifizierung und Mainstreaming geführt, die die Ansiedlung von neuen Akteuren und Projekten ermöglichen hierfür aber die nötige Infrastruktur erforderlich machen.
Das “Norddeutsche Zentrum für Nachhaltiges Bauen” wird dabei zum Kristallisationspunkt für Kooperationsbeziehungen zwischen Akteuren der ökologischen Baubranche und zum Informations-, Beratungs- und Schulungsort für Nachhaltiges Bauen. Anknüpfend an die inhaltliche Vorarbeit des Netzwerks Nachhaltiges Bauen werden seine Schwerpunkte die Kompetenzfelder:
- Passivhausbau
- Energieeffiziente Haustechnik
- Ökologische Altbausanierung und
- Strohballenbau
sein.
Projektträger
ist die zu diesem Zweck neu gegründete Norddeutsches Zentrum für Nachhaltiges Bauen GmbH (ohne Gewinnerzielungsabsicht). Gesellschafter ist das Ökologische Zentrum e.V.
Der Projektträger stellt den Akteueren die zum Wachstum benötigte Infrastruktur zur Verfügung.
Das Projekt wird in enger Kooperation mit der Stadt und dem Landkreis Verden realisiert, die hier für kommunale Mittel einbringen, sich an der inhaltlichen Ausgestaltung des Vorhabens beteilgen und die langfristige Zweckbindung des Vorhabens sicherstellen.
Das Vorhaben wird vom Land Niedersachsen gefördert mit 4,4 Mio Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert. 
Das Vorhaben ist eingebettet in zahlreiche Kooperationsbeziehungen auf der regionalen wie überregionalen Ebene.
